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February 27, 2020

“Riechen Sie auch den Rauch?” Wenn ihn die Gäste riechen, ist es leider schon zu spät… – Brandschutz: Sicherheit der Gäste steht im Hotel an erster Stelle!

Wien, 27. Februar 2020 – Brandschutz im Hotel ist Vertrauenssache. Gäste wollen wohlbehütet den Aufenthalt genießen und nicht über Gefahren und darüber, ob Fluchtwege frei, sind nachdenken müssen. Der Horrorgedanke, dass ein Gast zu Schaden kommt, daran will man gar nicht denken, schon gar nicht an die schlechte Reputation am Markt und dem Vertrauensverlust. Betreiber haben das Ziel, eine perfekte Unterkunft zu bieten, ohne Beschwerden, oder sonstigen negativen Einfluss des Gastes. All diese Bedürfnisse stören eigentlich die Arbeit beim Brandschutz oder doch nicht?

Steigende Anforderungen im baulichen und organisatorischen Brandschutz
Behörden stellen immer höhere Anforderungen an den Brandschutz und stören somit das klassische Bild beim Gast: ankommen, genießen, gefallen, zufrieden wieder abreisen. Mängel im Brandschutz aufzuzeigen, passt so gar nicht in die heile Welt, die ein Gast vorfinden will. Manche Brandschutzvorschriften passen auch nicht auf die vorgefundenen Gegebenheiten. Das stört wieder den Betrieb.

Aber Sicherheitshinweise für den Gast gehören mittlerweile zum guten Standard eines Betreibers. Im Hintergrund ist es deshalb wichtig, den Brandschutz sehr gut zu organisieren, damit die aufwendigeren Aufgaben nicht auch noch hohe Kosten verursachen. Zählt man all diese Faktoren zusammen, ist es oft schwierig, eine gute, effiziente und tragbare Lösung zu finden.

Gewohnheiten sind Stolpersteine
2M-Brandschutz-Fachmann Erno Mayer: “Beobachten musste ich häufig, dass Gewohnheiten die Arbeiten im Brandschutz erschweren. Anreise, Abreise – Koffer verstellen die Fluchtwege, Reinigungsutensilien, Müllsäcke, Anlieferung von Materialien verstellen Nischen, Gänge und Technikräume.”

Und weiter: “Eines musste ich feststellen, es wurde häufig noch nie die Frage gestellt: Was können wir ohne zusätzlichen Aufwand besser machen, damit die Gäste sicherer sind? Fachkräfte arbeiten, wie sie es vor vielen Jahren in ihrem Beruf gelernt oder in anderen Betrieben kennengelernt haben. Eine automatische Anpassung an den aktuellen Betrieb ist für viele ein geübtes Szenario, wenn es um die Tätigkeit geht – aber nicht, wenn es um die Sicherheit der Gäste und dem individuellen Brandschutz im aktuellen Betrieb geht.”

“Das ist sicher keine Absicht, durch häufige Personalwechsel ist es auf keinem Fall einfach, einen guten Standard einzuführen und zu halten”, so Erno Mayer. “Tägliche Abläufe im Hotel sind nicht den möglichen Gefahren angepasst. Ein Beispiel: Wie wissen ihre Reinigungskräfte, dass im Notfall alle Reinigungswagen, Müllbeutel et cetera, die in Fluchtwegen stehen, sofort verstaut werden müssen?”

Häufige Wechsel stellen hohe Anforderungen an Vorgesetzte
Im Hotel ist es wie in vielen anderen Bereichen: Ein häufiger Wechsel stellt eine besondere Herausforderung an Betreiber. Der Brandschutzbeauftragte kommt und geht. Wissen geht verloren und oft bleibt nicht die Zeit, das neue Personal gründlich auf eine Situation einzuschulen, die oftmals gar nicht eintritt.

Tip 1: Einfache Abläufe
Gestalten Sie einfache Abläufe, das scheint manchmal ein unüberwindbares Szenario, da so viele verschiedenen Personengruppen betroffen sind. Doch genau über diese Sache nachzudenken, bringt den Erfolg und das nötige Vertrauen. Es verkürzt die Aufwendungen und wird deshalb wesentlich günstiger als gedacht.

Tip 2: Zielgerichtete Kurzeinweisungen
Machen sie regelmäßige kurze zielgerichtete Einweisungen an die jeweiligen Personen und Gruppen. Geben Sie hierbei eine einfache kurze und strukturierte Meldung ab. Arbeiten Sie diese Anweisungen in den notwendigen Sprachen aus! Das bemerken ihre Gäste bestimmt, sollte es zu einer Alarmierung oder zum Notfall kommen.

Tip 3: Regelmäßige Wiederholung
Die regelmäßige Kommunikation ruft das Gelernte immer wieder in Erinnerung, bringt Routine in die Brandschutzangelegenheit. Es hält Mitarbeiter davon ab, in eingeschliffene Gewohnheiten zurückzufallen und hebt die Qualität erheblich. Machen Sie das bei ihren Standardbesprechungen zu einem Muss. Üben Sie diese Vorgehensweise regelmäßig mit ihrem Personal.

Die Erinnerung zählt im Notfall. Das spart am Ende Zeit und Geld und bringt im Notfall eine hohe Bereitschaft zum Handeln.

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